Marquis de Sade

 

Donatien Alphonse François, Comte de Sade, genannt Marquis de Sade, lebte von 1740 bis 1814. Er war schon zu Lebzeiten eher berüchtigt als berühmt. Der Sadismus ist aus gutem Grund nach ihm benannt; der Marquis de Sade war großer Freund von Orgien und ausgefallenen, teils gewalttätigen Sexualpraktiken. Seine Werke, die in diesen Bereichen noch ausschweifender waren, konnten zu seinen Lebzeiten und lange danach nur wenige Jahre offen verkauft werden.

Mit gerade einmal 16 wurde der Marquis de Sade Offizier im siebenjährigen Krieg. 1763 kam es zu einer Zwangsheirat mit Renée Pélagie de Montreuil, deren Mitgift es dem Marquis ermöglichte, seinen Leidenschaften zu frönen. Im gleichen Jahr wurde auch die erste Freiheitsstrafe gegen ihn verhängt, die er jedoch nicht lange büßen musste; seine Schwiegermutter setzte sich für ihn ein. Es folgten weitere Verurteilungen aus verschiedensten Gründen, nachdem er einigen Sexarbeiterinnen ein Aphrodisiakum verabreichte, kam es sogar zu der Verurteilung zur Todesstrafe wegen Sodomie und Giftmord. De Sade konnte fliehen, bevor das Urteil vollstreckt wurde, das jedoch gemeinsam mit seiner Schwägerin, die zuvor in einem Kloster untergebracht war. Nun durfte er sich nicht mehr dem Schutz seiner Schwiegermutter erfreuen; nach diesem Vorfall setzte sie sich aktiv dafür ein, den Marquis unschädlich zu machen. 1778 kam er wieder ins Gefängnis, später auch in die Bastille. Dort schrieb er viele seiner bekannten Werke; die „Justine“ und „Die 120 Tage von Sodom“ sind nur zwei davon. 1790 kam er wieder auf freien Fuß. Im selben Jahr ließ sich seine Frau von ihm scheiden. Danach wurde er politischer Redner, engagierte sich für die Revolution und wurde prompt 1793 erneut verhaftet und ein Jahr darauf erneut zum Tode verurteilt – und konnte dem Urteil erneut entgehen. Bis 1801, von wo an er ohne Prozess aufgrund seiner „obszönen Schriften“ bis zum Ende seines Lebens eine letzte Freiheitsstrafe verbüßen musste. Der Marquis de Sade starb im Dezember 1814.

Bei Merlin erschienen sind seine Schriften in der Reihe „Bibliothek de Sade“.

 

 

 

 

sade-Silhouette

Foto: Merlin Verlag

 


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