Heger, Heinz

 

Heinz Heger ist das Pseudonym des Österreichischen Schriftstellers Johann „Hanns” Neumann (1914-1978). Er wuchs in Wien auf, diente ab 1939 als Soldat und war von 1944 bis 1945 im Niederländischen Widerstand gegen die deutsche Besatzung. Johann Neumann, der selbst homosexuell war, lernte nach dem Zweiten Weltkrieg Josef Kohout kennen, einen KZ-Überlebenden und somit Zeitzeugen der Verfolgung Homosexueller im Nationalsozialismus. Dessen Erlebnisse dienten Johann Neumann als Grundlage für sein Buch „Die Männer mit dem Rosa Winkel”. Hierbei handelt es sich um eine Fiktionalisierung von Josef Kohouts Erfahrungen, die aus der Ich-Perspektive und als biografische Erzählung aufgemacht geschildert werden. Aufgrund dieser Erzählsituation gab und gibt es trotz des Vorwortes, in den genau dieser Umstand erklärt wird, oft Verwirrung und daraus resultierend viele Spekulationen darüber, wer sich hinter dem Pseudonym verbirgt, wessen Erlebnisse erzählt werden, und wer der eigentliche Verfasser des Werkes ist. Johann Neumann entschied sich, unter einem Pseudonym zu veröffentlichen, da er befürchtete, berufliche und soziale Ausgrenzung und Diskriminierung erleiden zu müssen, sollte seine Autorschaft bekannt werden. Aus dem gleichen Grund wurde auch Josef Kohouts Name auf dessen eigenen Wunsch lange Zeit nicht offiziell in Zusammenhang mit dem Werk genannt.

Die Männer mit dem Rosa Winkel” wurde zu einem bedeutenden Buch für die Schwulenbewegung, da es sich dabei um den ersten umfassenden Bericht über die Gefangenschaft in einem Konzentrationslager aus der Sicht eines schwulen Mannes handelte.

     

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Heinz Heger - DIE MÄNNER MIT DEM ROSA WINKEL

Artikel-Nr.: 978-3-87536-124-7

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