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Chantal T. Spitz - DIE INSEL DER ZERSTÖRTEN TRÄUME

Artikel-Nr.: 978-3-87536-355-5

Verfügbar ab 30.05.2026

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Politisch unkorrekt, poetisch selbstbewusst, kompromisslos, aber nicht mitleidig ... 

Emere, die uneheliche Tochter des Engländers C. Williams und seiner Geliebten Toofa, verbringt ihre Kindheit zwischen zwei Kulturen. Als Mischling muss sie damit leben, dass ihre Mutter gegen das Gesetz ihres Volkes verstoßen hat, indem sie den Eindringling liebte und das heilige, grundlegende Gesetz des Landes missachtete. Als Emere sich verliebt und beschließt, mit Tematua, dem Sohn von Ruahine, der heiligen Insel, zusammenzuleben, zeichnet sich eine mögliche Versöhnung zwischen den Kulturen ab, die sich gegenseitig bereichern. Aus ihrer Verbindung gehen mehrere Kinder hervor, die ihrerseits von den Launen der Liebe und der interkulturellen Durchlässigkeit hin- und hergerissen werden, die das etablierte Gleichgewicht durcheinanderbringen. Und wenn zu sentimentalen noch irdische Probleme hinzukommen, „überdämpft die Symphonie der strahlenden Zukunft das Echo der sich ausdehnenden Gegenwart“. 

Roman, aus dem Französischen von Christiane Kayser, ca. 180 S., fadengeheftetes Hardcover

 

Chantal Spitz (geb. 1954 auf Paofai) ist eine Mā’ohi Autorin und lebt auf Huahine (Tahiti). Sie war nacheinander Lehrerin, pädagogische Beraterin und technische Beraterin im Kulturministerium und bemüht sich seit vielen Jahren, den Mythos eines heimtückischen Neokolonialismus zu widerlegen, der darauf basiert, die Geschichte umzuschreiben und ein kollektives Bild aufrechtzuerhalten, das die Tahitianer in einer Karikatur der „edlen Wilden” erstarren lässt. Chantal Spitz hinterfragt die offizielle Geschichtsschreibung, die die Ureinwohner Französisch-Polynesiens zu passiven Statisten ihres eigenen Schicksals macht. Als engagierte Unabhängigkeitskämpferin auf kulturellem Gebiet beteiligt sie sich auch an der Anti-Atomkraft-Bewegung, die nach den ersten französischen Atomtests 1966 entstanden ist. Sie wirkt mit an dem im Jahr 2000 begonnenen Projekt der Literaturzeitschrift Littéramā’ohi, deren Hauptziel die Förderung der einheimischen Literatur Französisch-Polynesiens in ihrer Vielfalt, ihrem Reichtum und ihrer Besonderheit ist.  

 

Christiane Kayser, geb. 1954 in Luxemburg, studierte Wirtschaftswissenschaften, Pädagogik, Soziologie und Psychologie und hält sich als Spezialistin für die Dritte Welt seit 1984 regelmäßig zu Arbeitsaufenthalten in Zentral- und Westafrika auf. Sie ist außerdem seit Jahrzehnten als Übersetzerin tätig. Zu den von ihr übersetzten Autoren gehören Tahar Ben Jelloun, Vautrin, Benacquista, Fouad Laroui, Boualem Sansal und Jean Genet. Für ihre Übersetzung von Le Clercs „Ein Mann ohne Titel“ erhielt sie das Niedersächsische Übersetzungsstipendium 2023. Christiane Kayser lebt und arbeitet abwechselnd in Berlin, Afrika und in einem Dorf in der Nähe von Toulouse. 

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