Boualem Sansal ist frei!
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Foto: Roger von Heereman |
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Nachdem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den algerischen Präsidenten Abdelmadjid Tebboune am 10. November um Gnade für den algerischen Schriftsteller Boualem Sansal gebeten hatte, hat der algerischen Präsident am 12. November die fünfjährige Haftstrafe aus humanitären und gesundheitlichen Gründen ausgesetzt und den Friedenspreisträger am 12. November 2025 nach Deutschland ausreisen lassen.
Wir danken allen Unterstützerinnen und Unterstützern vor und hinter den Kulissen für ihr Engagement für die Freilassung von Boualem Sansal! |
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Der gelernte Ingenieur und Ökonom Boualem Sansal (Jg. 1949), der bis zu seiner Entlassung im Jahr 2003 als ranghoher Beamter im algerischen Industrieministerium tätig war, hat Mitte der 1990er Jahre mit dem Schreiben begonnen. Als Schriftsteller nimmt er Stellung, mischt sich ein und übt Kritik, auch da, wo er sich in große Gefahr begibt. Bereits in seinem literarischen Debut "Der Schwur der Barbaren“ (1999) legt Sansal in beeindruckender Weise Zeugnis von seinem Land ab, berichtet von den politischen gesellschaftlichen und moralischen Missständen, von der alltäglichen Gewalt der Islamisten und von den subtilen Einschüchterungen der Regierung gegen Andersdenkende. Dennoch lebte Boualem Sansal weiterhin in Algerien. Seine europäischen Leserinnen und Leser machte Sansal schon vor Jahren mit den Mitteln der Literatur, aber auch auf vielen öffentlichen Veranstaltungen u.a. auf die Gefahren des politischen Islam, auf die menschlichen Tragödien der Migrationsbewegungen und die Gefahren totalitärer Entwicklungen in der Welt aufmerksam. Boualem Sansal ist vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Großen Preis der Académie française. In Deutschland wurde Boualem Sansal für seine Bemühungen um den friedlichen Dialog zwischen den Kulturen im Jahr 2011 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Am 16. November 2024 war Boualem Sansal auf dem Rückweg von Frankreich bei seiner Ankunft in Algier in Gewahrsam genommen worden und am 27. März 2025 zu einer Geldstrafe und 5 Jahren Haft verurteilt worden. |
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