Louis-Ferdinand Céline - BRIEFE AN FREUNDINNEN


Louis-Ferdinand Céline - BRIEFE AN FREUNDINNEN

Artikel-Nr.: 978-3-87536-256-5

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„Ich stecke noch immer in der gleichen Haut und das ist nicht witzig. Ich werde niemals wirklich so monströs wie Wagner sein, dessen klinische Geschichte ich kürzlich las. Aber ich fange an misstrauisch zu werden. Ich möchte im Rahmen meiner armseligen Gaben abscheulich bleiben – sehr bescheiden gesagt.” (an N..., 19. April 1937) Zum ersten Mal liegen die Briefe des umstrittenen Autors an seine Freundinnen und Geliebten auf Deutsch vor. Sie zeigen eine zerrissene Persönlichkeit und dokumentieren den Wandel des Louis-Ferdinand Destouche – wie er mit bürgerlichem Namen hieß – zum Schriftsteller Louis-Ferdinand Céline. Céline schreibt an ganz unterschiedliche Frauen: da ist Erika Irrgang, eine angehende deutsche Journalistin, N..., eine der linksintellektuellen Szene Wiens angehörende Jüdin, die belgische Autorin Evelyn Pollet, die dänische Tänzerin Karen Marie Jensen und die französische Pianistin Lucienne Delforge. Die Briefe geben einen faszinierenden Einblick in das Innenleben eines Dichters, der nach den Erfahrungen im 1. Weltkrieg und in den Kolonien in Afrika, im Menschen wenig mehr als einen verachtungswürdigen Barbaren sah. Zugleich erkennt der Leser aber auch einen anderen Céline, der sich fürsorglich um seine Freundinnen kümmert und Hilfe und Unterstützung anbietet. „Es handelt sich gewissermaßen um eine Einladung, das Scheusal aus der Nähe zu betrachten, sein Verhältnis zu den Frauen zu studieren und kurz Zaungast dieser seltsamen Existenz zu sein, von der das Werk eben nicht so unabhängig war, wie man es gerne hätte, gerade weil es sich aus den Konflikten und Reibungsverlusten dieses Lebens speiste.“ LITERATUREN

aus dem Französischen von Katarina Hock 250 S.; engl. Brosch.

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